Natursport ist ein noch relativ junger Begriff der deutschen Sprache. Erste wissenschaftliche Verwendungen lassen sich in Examens- und Diplomarbeiten Mitte/Ende der 80er Jahre ausmachen, so etwa zum didaktischen Stellenwert des Skilaufens oder zum Konfliktfeld zwischen Naturschutz und Sport am Beispiel des Kanusports. Regelmäßige Verwendung findet der Begriff erst seit Ende der 90er Jahre. Als verwandte Bezeichnungen wurden und werden zum Teil noch heute Abenteuer- oder Freiluftsport (bzw. Outdoor-Sport) verwendet. Auch sind einige Funsport- und Trendsportarten (z.B. Windsurfen, Wellenreiten) sowie Extremsportarten (z.B. Freeclimbing) den Natursportarten zuzurechnen. Natursportaktivitäten können zu starken Belastungen in Natur und Landschaft führen. Durch die starke Zunahme der Natursportaktivitäten seit den 1980er Jahren kommt es daher vermehrt zu Konflikten zwischen Natursportlern und dem Naturschutz. Diese konzentrieren sich auf einzelne Landschaften und Lebensräume, die sich einerseits durch eine besondere Attraktivität für die Sport- und Erholungsnutzung und andererseits durch eine besondere Empfindlichkeit und Schutzwürdigkeit der Naturwerte auszeichnen. Die potenziell konfliktträchtigen Gebiete sind mindestens durch eines der folgenden Merkmale gekennzeichnet.