Genxtreme Blog

Werkstatt- und Baustellen-Notfall-Set: Diese 10 Dinge gehören im Winter ins Fahrzeug

image

Werkstatt- und Baustellen-Notfall-Set: Diese 10 Dinge gehören im Winter ins Fahrzeug

Kurzantwort

Das Wichtigste zuerst: Ein gut bestücktes Werkstatt- und Baustellen-Notfall-Set im Fahrzeug erhöht die Sicherheit und die Einsatzbereitschaft im Winter deutlich. Hauptkeyword: Werkstatt- und Baustellen-Notfall-Set. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeige ich dir praxisnah und sofort umsetzbar, welche 10 Teile wirklich in jeden Dienstwagen gehören.

Schritt-für-Schritt: Die 10 wichtigsten Dinge

  1. Erste-Hilfe-Set (komplett und geprüft)
  • Inhalt: Verbandmaterial, Kalt-/Wärmekompressen, Rettungsdecke, Schere, Pflaster, Einmalhandschuhe. Prüfe das Set alle 12 Monate und ergänze abgenutzte Teile.
  • Warum: Unfälle auf Baustellen oder beim Be- und Entladen passieren schnell. Ein vollständiges Set spart Zeit und kann Leben retten.
  1. Warnschutz (EN-Norm konform) + hochsichtbarer Warnkeil
  • Hinweise: Warnschutz-Weste oder -Jacke mit ausreichender Leuchtkraft, ideal in Gelb oder Orange. Zusätzlich reflektierende Warndreiecke oder Keile.
  • Praxis: Immer griffbereit aufbewahren, damit du dich bei Straßenhaltungen schnell sichtbar machen kannst.
  1. Isolierende Decke + Notfall-Rettungsdecke
  • Nutzen: Hält die Körpertemperatur stabil, wenn längere Standzeiten anstehen. Die dünne Rettungsdecke ist sehr kompakt; eine zusätzliche Fleece- oder Wolldecke sorgt für mehr Komfort.
  1. Wechselkleidung: Arbeitshose, Socken, Softshelljacke
  • Auswahl: Robuste Arbeitshose und eine atmungsaktive Softshelljacke mit guter Feuchtigkeitsregulierung. Ersatzsocken vermeiden Blasenbildung und Auskühlung.
  • Pflege: Beachte unsere Hinweise zur Textilpflege für eine längere Lebensdauer.
  1. Wärmehandschuhe und Mütze
  • Tipp: Zwei Paar sind ideal: Ein winddichtes Paar für den Außeneinsatz und ein dünneres Paar zum Arbeiten. Achte auf hautverträgliche Materialien und guten Grip.
  1. Stirnlampe + Ersatzbatterien
  • Vorteile: Hände frei zum Arbeiten. Helle LEDs, mehrere Leuchtstufen und Wasserschutz sind sinnvoll. Immer Ersatzbatterien oder einen Ersatzakku dabeihaben.
  1. Powerbank (hohe Kapazität) + passende Ladekabel
  • Anforderungen: Mindestens 10.000 mAh, robuste Bauweise und Schnellladefähigkeit. Stromversorgung für Smartphone, Stirnlampe oder andere Geräte.
  1. Streumittel (Granulat) + Klappschaufel
  • Einsatz: Gegen Ausrutschen auf vereister Zufahrt. Kompakte Schaufel zum Freilegen von Rädern oder Entfernen von Schnee. Lagere Streumittel in einem wiederverschließbaren Behälter.
  1. Abschleppseil / Starthilfekabel
  • Wichtig: Robuste Ausführung, korrekt verstaut. Wenn du mit Kollegen arbeitest, stelle sicher, dass beide die Handhabung kennen.
  1. Notverpflegung & warme Getränke (Thermoskanne) + Taschenwärmer
  • Inhalt: Energieriegel, Müsliriegel, wasserfeste Snacks und eine Thermoskanne mit heißem Getränk. Einzelverpackte Handwärmer sind bei längeren Wartezeiten sehr nützlich.

Hintergrund & Relevanz

Im Winter steigen die Risiken: Glätte, Dunkelheit und Kälte erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Unfällen und Ausfällen. Besonders betroffen sind Monteur:innen, SHK-Techniker:innen, Bauleiter:innen und Logistikfahrer. Die richtige Ausrüstung schützt die Gesundheit und sichert die Einsatzbereitschaft. Für Fußschutz und Schutzkleidung gelten Normen wie EN ISO 20345 — denk an passende Sicherheitsschuhe (S1P/S3) und an die passenden Warnschutz-Klassen, wenn du auf Straßen tätig bist. Regionale Klimabedingungen (z. B. frostige Nächte im Ruhrgebiet) machen Streumittel und isolierende Decken besonders wichtig.

Vorteile & Anwendungsfälle

  • Schnelle Hilfe vor Ort: Erste-Hilfe-Set und Rettungsdecke ermöglichen sofortiges Handeln.
  • Sichtbarkeit und Sicherheit: Warnschutz reduziert das Unfallrisiko bei Straßeneinsätzen.
  • Einsatzbereitschaft bei Kälte: Powerbank, Thermoskanne und Wechselkleidung verhindern Arbeitsausfälle.

Kauf- und Einsatzkriterien:

  • Robuste Materialien mit guter Feuchtigkeitsregulierung.
  • Atmungsaktivität bei Jacken und Arbeitshosen.
  • Pflegehinweise des Herstellers beachten (siehe Textilpflege).
  • Für Fußschutz: EN ISO 20345-konforme Sicherheitsschuhe (S1P/S3) prüfen (Produktbeispiel: Sicherheitsschuhe S3).

Tipps & Best Practices

  • Lagere das Set wettergeschützt in einer stabilen Box oder Tasche mit Beschriftung.
  • Geh die Checkliste einmal im Monat durch: Ablaufdatum Erste-Hilfe, Batteriestand Powerbank, Zustand des Streuguts.
  • Schichte Kleidung: Unterwäsche (Feuchtigkeitsregulierung), Mittelschicht (Isolation), äußere Schicht (Wind-/Wasserschutz). Layering schützt effektiv gegen Auskühlung.
  • Handschuhe: Halte Paare für Feinarbeit und Außeneinsätze getrennt. Achte auf hautfreundliche Innenmaterialien.

Technische Empfehlungen

  • Materialkunde: Eine Softshelljacke mit Membran bietet Windschutz und Atmungsaktivität; Fleece wirkt isolierend. Membranen sollten eine gute Kombination aus Wasserdichtigkeit und Dampfdurchlässigkeit bieten.
  • Sicherheitsschuhe: EN ISO 20345 ist verbindlich für Zehenschutzklassen. S1P bietet Zehenschutz plus durchtrittsichere Sohle; S3 ist zusätzlich wasserabweisend.
  • Pflegehinweise: Arbeitskleidung nach Herstellerangaben waschen und Imprägnierungen regelmäßig erneuern. Details im Material-Vergleich.

Interne Links (Weiterführend)


FAQ: Muss mein Dienstwagen im Winter ein Notfall-Set haben?

Rechtlich gibt es in Deutschland keine allgemeine Pflicht, jedes Dienstfahrzeug mit einem speziellen „Werkstatt- und Baustellen-Notfall-Set“ auszustatten. Allerdings schreiben Arbeitsschutzgesetze und die DGUV für bestimmte Tätigkeiten vor, dass Arbeitgeber Maßnahmen zur Gefahrenabwehr treffen müssen. Für Fahrzeuge, die regelmäßig auf Baustellen oder im Straßenverkehr eingesetzt werden, ist ein Basis-Set (Erste-Hilfe, Warnschutz, Feuerlöscher) dringend zu empfehlen. Im Bau- und Handwerksbereich sind zusätzliche Ausrüstungen wie Starthilfekabel, Streumittel, Rettungsdecke und Wechselkleidung sinnvoll. Betriebsinterne Regelungen sollten klären: Wer überprüft das Set? Wie oft werden Artikel ersetzt? Als technischer Berater empfehle ich, das Set in die Gefährdungsbeurteilung aufzunehmen und Prüfintervalle schriftlich festzuhalten.

FAQ: Wie oft sollte ich die Teile im Notfall-Set prüfen und ersetzen?

Kontrollintervalle sollten pragmatisch und verbindlich sein: Ein kurzer Sichtcheck vor jeder Tour, eine detaillierte Monatsprüfung und eine Jahresinspektion. Erste-Hilfe-Artikel haben oft Verfallsdaten — diese unbedingt beachten. Batterien und Powerbanks: Ladezustand monatlich prüfen, Batterien jährlich ersetzen. Streumittel und andere hygroskopische Materialien: Nach jeder feuchten Periode kontrollieren; bei Klumpenbildung erneuern. Textilien (Decken, Handschuhe, Wechselkleidung): Nach Verschmutzung waschen; prüfe Nähte und Membranen auf Undichtigkeiten. Dokumentiere Prüfungen schriftlich oder digital, damit bei Einsätzen oder Audits klar ist, dass die Ausrüstung gewartet wurde.

FAQ: Was tun, wenn das Fahrzeug auf der Baustelle im Schnee steckenbleibt?

Erste Priorität: Eigene Sicherheit. Fahrzeug an sicherer Stelle verlassen, Warnschutz anziehen und das Fahrzeug absichern (Warndreieck, Warnblinker). Wenn die Lage es erlaubt: Mit der Schaufel Schnee rund um die Räder entfernen, Streumittel unter die Antriebsräder geben und mit sanftem Gas vorgehen. Wenn verfügbar, Starthilfekabel oder Abschleppseil einsetzen; dabei die Herstelleranweisungen beachten. Nutze Powerbank und Stirnlampe bei Dunkelheit. Bei längerem Warten: Warmhalten mit Decken, Thermoskanne und Handwärmern; halte Kontakt mit dem Einsatzleiter oder dem Rettungsdienst. Sicherheitsschuhe mit guter Sohle (z. B. EN ISO 20345 S3) reduzieren die Rutschgefahr außerhalb des Fahrzeugs.


Glossar

  • Membran: Eine dünne Schicht in Jacken und Schuhen, die Wasser von außen abhält, aber Schweiß entweichen lässt. Membranen verbessern Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsregulierung.
  • Sicherheitsklasse S3: Eine Schuhnorm nach EN ISO 20345, die Zehenschutz, antistatische Eigenschaften, Energieaufnahme im Fersenbereich und durchtrittsichere Sohle umfasst; häufig empfohlen für Baustellen.
  • Feuchtigkeitsregulierung: Fähigkeit eines Stoffes, Schweiß von der Haut wegzutransportieren. Wichtig für Komfort und zur Vermeidung von Unterkühlung — besonders bei wechselnder körperlicher Belastung.

TL;DR

  • 10 unverzichtbare Teile: Erste-Hilfe, Warnschutz, Decke, Wechselkleidung, Handschuhe, Stirnlampe, Powerbank, Streumittel, Abschleppmittel, Notverpflegung.
  • Regelmäßig prüfen: Sichtchecks vor Tour, Monats- und Jahresinspektionen.
  • Achte auf Normen: EN ISO 20345 für Sicherheitsschuhe (S1P/S3) und die Pflegehinweise der Textilien.

Checkliste – Kurz zum Mitnehmen

  • [ ] Erste-Hilfe-Set geprüft
  • [ ] Warnschutz & Warnkeil an Bord
  • [ ] Rettungsdecke + Fleecedecke
  • [ ] Ersatz Arbeitshose & Softshelljacke
  • [ ] Wärmehandschuhe + Mütze
  • [ ] Stirnlampe + Ersatzbatterien
  • [ ] Powerbank geladen
  • [ ] Streumittel + Klappschaufel
  • [ ] Abschleppseil / Starthilfe-Kabel
  • [ ] Energieriegel + Thermoskanne

Deine Vorteile

  1. Hol dir eine kostenlose Größen- und Materialberatung bei GenXtreme (z. B. zu Arbeitshosen und Softshelljacken): Kategorie Arbeitsjacken.
  2. Zusammenstellung bestellen: Besorge geprüfte Kits oder Einzelteile in der Produktübersicht (z. B. Sicherheitsschuhe S3).

Autor & E‑E‑A‑T

Autor: Kwame Mensah, Technischer Berater & Markenbotschafter Workwear
Geprüft/aktualisiert am: 2026-01-17

Quellen

  • DGUV: Erste Hilfe und Arbeitsschutz – https://www.dguv.de
  • ADAC: Sicherheit & Pannenhilfe Wintercheck – https://www.adac.de
  • EN ISO 20345 Übersicht – https://www.beuth.de (Beuth Verlag / DIN)