Wer bei Regen, Wind und wechselhaftem Wetter draußen arbeitet, braucht eine Jacke, die Nässe und Kälte zuverlässig abhält, dabei aber nicht zum Schweißtreiber wird. Das Sortiment auf genxtreme.de umfasst Wetterschutzjacken von FORSBERG, PFANNER®, PROTOS®, Kübler und Blakläder – von der leichten Allwetterjacke bis zur wattierten Forstjacke mit Schnittschutz-Ergänzung.
Was eine Wetterschutzjacke für Berufsalltag leisten muss
Wetterschutzjacken für die Arbeit müssen zwei scheinbar gegensätzliche Anforderungen erfüllen: Witterungsschutz nach außen und Feuchtigkeitsregulierung nach innen. Bei körperlicher Belastung – Aufbauarbeiten, Forstarbeiten, Montageeinsätze – produziert der Körper Wärme und Feuchtigkeit. Eine Jacke, die Nässe nicht durchlässt, aber auch keinen Wasserdampf abgibt, führt zur Durchfeuchtung von innen. Atmungsaktivität ist deshalb kein Komfortmerkmal, sondern eine Schutzfunktion.
Welche Normen gelten für Wetterschutzjacken?
Schutzkleidung gegen schlechtes Wetter wird nach EN 343 geprüft – diese Norm bewertet den Wasserdurchgangswiderstand (Klasse 1–3) und die Atmungsaktivität (Klasse 1–3). Klasse 3/3 steht für den höchsten Schutz bei gleichzeitig bester Feuchtigkeitsdurchlässigkeit. Schutzkleidung gegen Kälte wird zusätzlich nach EN 342 bewertet, die Wärmedurchgangswiderstand und Atmungsaktivität von Kälteschutzsystemen regelt. Beide Normen sind auf Schutzjacken mit Schutzfunktion anwendbar; allgemeine Arbeitsjacken ohne Schutzfunktion unterliegen keiner dieser Zertifizierungspflichten.
Enthält die Jacke Warnschutzelemente – etwa Reflexstreifen in definierter Fläche und Anordnung –, greift zusätzlich EN ISO 20471 (Warnschutzkleidung, Klasse 1–3).
Welches Material schützt wie?
Wetterschutzjacken unterscheiden sich vor allem im Obermaterial und im Membran- oder Beschichtungskonzept:
Softshell bezeichnet ein mehrlagiges Gewebe mit Wind- und leichtem Wasserschutz bei hoher Flexibilität. Softshelljacken sind atmungsaktiv und bewegungsfreundlich, eignen sich aber eher für trockene Kälte und leichten Regen als für Starkniederschlag.
Funktionsgewebe mit Membran – etwa SympaTex® oder vergleichbare Laminierungen – kombiniert eine wasserdichte Barriere mit einer mikroporösen Struktur, die Wasserdampf nach außen leitet. SympaTex® ist dabei eine eingetragene Technologie des gleichnamigen Herstellers und gilt als besonders langlebig in der Waschbeständigkeit der Wasserdichtigkeit.
Wattierte Jacken ergänzen Wetterschutz um aktive Wärmedämmung durch eine Isolationsschicht. Sie eignen sich für kalte, feuchte Bedingungen, sind aber bei körperlich schwerer Arbeit durch eingeschränkte Atmungsaktivität weniger geeignet.
Duck Canvas (dichtes, robustes Baumwollgewebe) und Ripstop (reißfestes Gittergewebe, das Risse am Ausbreiten hindert) finden sich eher in Forstjacken, wo Scheuerfestigkeit neben Witterungsschutz gefragt ist.
Welche Wetterschutzjacke für welchen Einsatz?
Einsatz und Jackenwahl hängen von drei Fragen ab: Wie intensiv ist die körperliche Belastung? Wie hoch ist die Regenintensität am Arbeitsort? Wird Zusatzschutz benötigt – Warnschutz, Schnittschutz-Kompatibilität oder Forstschutz?
Bei mittlerer Belastung und wechselhaftem Wetter – Montage, Garten- und Landschaftsbau, Bauhof – ist eine Allwetterjacke mit zertifizierter Membran die erste Wahl. Sie hält Regen ab, lässt Körperdampf durch und lässt sich über einer Fleece- oder Strickjacke tragen. Bei Forstarbeiten kommt der Aspekt der Kompatibilität mit Schnittschutz-Ausstattung hinzu: Die Jacke sollte über Schnittschutzhosen und -gamaschen getragen werden können, ohne die Schutzfunktion nach EN ISO 11393 (Schutz gegen Schnittgefahr durch handgeführte Kettensägen) zu beeinträchtigen.
Für statische Kältebelastung – etwa Sicherungsdienste, Außenposten – ist eine wattierte Jacke nach EN 342 die passende Wahl.
Die Wetterschutzjacken im Sortiment
FORSBERG – Allwetterjacken und Funktionsjacken
FORSBERG ist eine Marke der PPE Stores GmbH. DuraMotion ist die eingetragene FORSBERG-Bezeichnung für verstärkte Materialpartien, etwa an Schultern und Ellbogen, die bei Forstarbeiten besonderem Verschleiß ausgesetzt sind.
Das aktuelle Sortiment umfasst:
- FORSBERG Skogar Allwetterjacke – Allwetterjacke für wechselhafte Bedingungen im Außeneinsatz
- FORSBERG Vatten Allwetterjacke – leichtere Allwetterjacke für nasse Arbeitstage
- FORSBERG Kamrat II Funktionsjacke – Funktionsjacke für körperlich aktive Einsätze
- FORSBERG Petrusk Funktionsjacke – Funktionsjacke, auch als Abverkaufsmodell verfügbar
- FORSBERG Skredder wattierte Jacke – wattierte Jacke für kalte Bedingungen
- FORSBERG Snygge wattierte Jacke – kompakte wattierte Jacke
- FORSBERG Forst Strickjacke mit Verstärkungen – Strickjacke mit verstärkten Partien für den Forsteinsatz
- FORSBERG Sikkar funktionelle Fleecejacke – Fleecejacke als Zwischen- oder Außenschicht
PFANNER® – Forstjacken mit Technologieanspruch
PFANNER® steht im Forst- und Outdoor-Segment für durchdachte Belüftungskonzepte.
- PFANNER® Ventilation Jacke – setzt auf das Klima-AIR-Belüftungsprinzip mit langen Reißverschlüssen im Achselbereich und Stretch-AIR-Gewebe für Bewegungsfreiheit; Obermaterial wasser- und schmutzabweisend
- PFANNER® KlimaAir® Forstjacke – Forstjacke mit KlimaAir®-Technologie für intensive Außeneinsätze
- PFANNER® Forest Light Jacke – leichtere Forstjacke für temperierte Bedingungen
- PFANNER® wasserdichte SympaTex® Jacke – SympaTex® ist eine Membrantechnologie des gleichnamigen Herstellers mit hoher Wasserbeständigkeit und dauerhafter Atmungsaktivität
PROTOS® und Kübler – Strickjacken und Forstschutz
- PROTOS® Inuit Strickjacke mit Softshell – mehrlagige Strickjacke mit Softshell-Elementen; Oberstoff aus 100 % Polyester, aufgeplüscht für Kälteschutz; Brusttaschen mit Reißverschluss; als Variante in mehreren Ausprägungen erhältlich
- Kübler Forst Ultrashell Jacke – Forstjacke mit Ultrashell-Material für robuste Außeneinsätze; als Variante in unterschiedlichen Ausprägungen verfügbar
Material und Einsatz im Vergleich
| Materialkonzept | Wetterschutz | Atmungsaktivität | Wärmedämmung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Softshell | Leichter Regen, Wind | Hoch | Mittel | Montage, Garten, Forst (trocken) |
| Membran (z. B. SympaTex®) | Starker Regen, Dauernässe | Mittel bis hoch | Keine (eigene Isolationsschicht nötig) | Bau, Forst, Außendienst |
| Wattierung + Außenmembran | Regen, Schnee | Eingeschränkt | Hoch | Kälteeinsatz, Sicherung, Winterbau |
| Strick + Softshell-Paneele | Leichter Regen, Wind | Hoch | Mittel bis hoch | Forst, Outdoor, Zwischenschicht |
| Fleece | Kein Nassschutz | Sehr hoch | Mittel | Zwischenschicht, trockene Kälte |
Größen
Das Sortiment der Wetterschutzjacken auf genxtreme.de reicht von XS bis 5XL, wobei die Verfügbarkeit je nach Modell und Marke variiert. FORSBERG- und PFANNER®-Jacken werden in der Regel in den Grundgrößen XS bis XXL, ausgewählte Modelle auch bis 3XL angeboten. Die PROTOS® Inuit Strickjacke mit Softshell ist in mehreren Größenvarianten verfügbar. Für eine passgenaue Auswahl empfiehlt sich der Blick in die jeweilige Produktdetailseite, da Schnitte zwischen Marken deutlich voneinander abweichen können.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen einer Wetterschutzjacke und einer Regenjacke?
Wetterschutzjacken für die Arbeit kombinieren Wasserdichtigkeit, Winddichtigkeit und Atmungsaktivität und sind auf körperlich aktive Einsätze ausgelegt. Einfache Regenjacken schützen gegen Nässe, sind aber häufig nicht atmungsaktiv – das führt bei körperlicher Arbeit zur Feuchtigkeit durch Schweiß. Wetterschutzjacken in Berufsqualität müssen zudem strapazierfähig genug sein, um Abrieb, Rucksack- oder Werkzeugkontakt dauerhaft zu widerstehen. Die Norm EN 343 bewertet beide Kriterien – Wasserdurchgangswiderstand und Atmungsaktivität – in je drei Klassen.
Welche Norm gilt für Wetterschutzjacken?
Wetterschutzjacken gelten als Schutzkleidung gegen schlechtes Wetter, wenn sie nach EN 343 geprüft sind. Diese Norm bewertet den Wasserdurchgangswiderstand in Klasse 1–3 (Klasse 3 = höchster Schutz) und die Atmungsaktivität in Klasse 1–3 (Klasse 3 = bester Wasserdampfdurchgang). Schutz gegen Kälte wird zusätzlich nach EN 342 bewertet. Ob eine bestimmte Schutzklasse am Arbeitsplatz erforderlich ist, hängt von der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung ab – der Arbeitgeber ist in Deutschland (DGUV/PSA-BV), Österreich (AUVA/ASchG) und der Schweiz (Suva/VUV) verpflichtet, dies festzustellen.
Sind Wetterschutzjacken für Forstarbeiten geeignet?
Wetterschutzjacken können für Forstarbeiten geeignet sein, wenn sie über Schnittschutzausstattung – Hose, Gamaschen – getragen werden und die Passform das nicht einschränkt. Forstspezifische Jacken wie die PFANNER® KlimaAir® Forstjacke, die Kübler Forst Ultrashell Jacke oder die FORSBERG Forst Strickjacke mit Verstärkungen sind auf genau diese Kombination ausgelegt. Kettensägenschutz für Oberkörper-Jacken ist nach EN ISO 11393 (Schutz gegen Schnittgefahr durch handgeführte Kettensägen) zertifiziert. Eine reine Wetterschutzjacke ohne Schnittschutz-Zertifizierung ersetzt diese Schutzfunktion nicht.
Was bedeutet SympaTex® bei Wetterschutzjacken?
SympaTex® ist eine Membrantechnologie des Unternehmens Sympatex Technologies GmbH. Die Membran ist wasserdicht und leitet gleichzeitig Wasserdampf nach außen ab – ein Mechanismus, der als Feuchtigkeitsregulierung bezeichnet wird. Ein wesentlicher Vorteil von SympaTex® ist die dauerhafte Waschbeständigkeit der Funktion: Die Membran verankert sich vollflächig im Gewebe und verliert ihre Eigenschaften nicht durch wiederholte Wäschen, wie es bei DWR-Beschichtungen (Durable Water Repellency) auf reinen Außenmaterialien der Fall sein kann. Auf genxtreme.de ist die PFANNER® wasserdichte SympaTex® Jacke mit dieser Technologie ausgestattet.
Kann ich eine Wetterschutzjacke mit einer Fleece- oder Strickjacke kombinieren?
Ja – das Lagenprinzip (Layering) ist bei Außenarbeiten bewährt. Eine Fleecejacke wie die FORSBERG Sikkar funktionelle Fleecejacke oder die PROTOS® Inuit Strickjacke mit Softshell dienen als Isolationsschicht und werden unter der wasserdichten Außenjacke getragen. Wichtig: Die Außenjacke muss dafür im Schnitt großzügig genug sein. Kombinations-Systeme sind häufig durch Druckknöpfe oder Reißverschlüsse verbindbar. Beim Kauf sollte man prüfen, ob Innen- und Außenjacke der gleichen Marke aufeinander abgestimmt sind.
Welche Pflege brauchen Wetterschutzjacken?
Wetterschutzjacken mit Membran oder Beschichtung brauchen schonende Pflege: Feinwäsche bei niedriger Temperatur (in der Regel 30–40 °C), kein Weichspüler – dieser setzt die Membranporen zu und reduziert die Atmungsaktivität. Viele Hersteller empfehlen nach dem Waschen ein kurzes Trocknen im Trockner bei niedriger Temperatur, um die DWR-Imprägnierung des Oberstoffs zu reaktivieren. Genaue Pflegehinweise stehen auf dem Innenetikett des jeweiligen Modells und sollten gegenüber allgemeinen Empfehlungen Vorrang haben.
Woran erkenne ich eine hochwertige Wetterschutzjacke für die Arbeit?
Hochwertige Wetterschutzjacken für die Arbeit erkennt man an konkreten Merkmalen: zertifizierte Materialangaben (EN 343, EN 342), verarbeitete Nähte (versiegelt oder abgedeckt statt offen genäht), wasserdichte Reißverschlüsse an Taschen und Hauptschluss, eine einstellbare Kapuze sowie verstärkte Partien an Schultern oder Ärmeln. Materialangaben wie Ripstop (reißfestes Gittergewebe, das Risse am Ausbreiten hindert) oder Cordura (besonders abriebfestes Hochleistungs-Nylongewebe) weisen auf höhere mechanische Belastbarkeit hin. Markenprodukte von FORSBERG, PFANNER®, PROTOS® und Kübler benennen diese Eigenschaften transparent in den Produktdetails.
Verfasst von Michael Korinek, Sales Management — Zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2026

























































































